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W I R T S C H A F T S E T H I K

Von Ihrem Trainer:
Dr. Klaus-Jürgen Grün

Wirtschaftsethik - eine pragmatische Disziplin

Wirtschaftsethik versucht die Anforderungen moderner Unternehmensführung mit ethischen Ansprüchen zu verbinden. In den vergangenen zehn Jahren sind zahlreiche Studien entstanden, die dem gemeinsamen Interesse von philosophischer Ethik und Wirtschaft entgegenkommen wollen.

Allerdings ist Wirtschaftsethik auf weiten Strecken noch nicht aus dem rein akademi-schen Wirkungsfeld herausgetreten. In den meisten Fällen wird sie als philosophische Disziplin behandelt, wobei Universitätsprofessoren mit anderen Universitätsprofessoren in einen wissenschaftlichen Diskurs miteinander eintreten. Hierbei hat sich Wirtschaftsethik zu einer Lehre entwickelt, die sich vor allem an hochspezialisierte Experten wendet.

Es ist aber zu bedenken, daß Wirtschaftsethik neben der Begründung von ethischen Normen auch die Möglichkeiten ihrer Verwirklichung nicht aus dem Auge verlieren darf. Dem gerade benannten Charakter einer vorwiegend akademischen Disziplin entspricht jedoch oft die Anforderung an die Methode der Gewinnung fundamentaler ethischer Grundsätze. Sie sollen, wie etwa Ernst Tugendhat (Vorlesungen über Ethik, Frankfurt 1993) fordert, ausschließlich normative Grundsätze sein.

Dem folgen die meisten akademischen Versuche, ethische Normen zu begründen, indem sie betonen, daß ethische Grundsätze nicht auf empirischen Tatsachen beruhen sollen, sondern im wesentlichen Denkbarkeit und Widerspruchsfreiheit bei ihrer Formulierung zu berücksichtigen haben. Dementsprechend wird von solchen Grundsätzen oft nicht einmal erwartet, daß sie tatsächlich in Reinform zur Wirkung kommen können. So nennt man die Ethik von Immanuel Kant auch eine Gesinnungsethik, weil allein der gute Wille den moralischen Aspekt einer Handlung bestimmt, nicht jedoch das gute Ergebnis. Das Unzeitgemäße der herrschenden ethischen Theorien liegt darin, daß sie mehr oder weniger dem von Kant vorgelegten Anspruch auf apriorische Moralbegründung folgen.

Eine erfolgreiche Wirtschaftsethik hat demgegenüber darauf zu achten, daß ihre moralischen Normen aus dem Handeln der Menschen selbst erwachsen. Daher eignen sich zur Anwendung auf die Anforderungen der Wirtschaft jene seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts vereinzelt diskutierten empirisch begründete Ethiken. Sie haben den Vorzug, daß sie die Gültigkeit moralischer Grundsätze nicht aus dem Kopf herleiten, sondern aus empirisch zu beobachtenden Fakten gewinnen.

Zur Formulierung ethische Normen in der Wirtschaft muß man die Menschen selbst zu Wort kommen lassen, wenn sie ihr Handeln nach solchen Normen ausrichten sollen. Am Anfang einer Wirtschaftsethik steht somit die Feststellung faktisch gegebener Verhältnisse und die Formulierung der Ziele, die darüber hinausgehend erreicht werden sollen. In zweiter Linie erst werden diese Ziele mit allgemeinen moralischen Grundsätzen ins Verhältnis gesetzt.

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